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Makey Makey Projekt der 6c

In der 6. Klasse findet sich im Französisch Lehrmittel der Auftrag ein Traumhaus zu zeichnen und dazu Sätze zu schreiben. Was für eine gute Gelegenheit, um diesen Auftrag fächerübergreifend zu gestalten, in dem er mit bereits erworbenem Wissen zum Thema «Programmieren mit Scratch» und mit ein wenig neuer Theorie zum Stromkreislauf aus dem Fach Natur, Mensch, Gesellschaft verbunden wird.

In den Französischlektionen haben die Kinder ihr Traumhaus gezeichnet und als Hausaufgaben die Sätze dazu geschrieben, in welchen sie ihr gerade neu erworbenes Voci praktisch anwenden konnten.

Laut Lehrmittel sollen diese Sätze dann der Klasse vorgestellt werden. Für gewisse Kinder in Ordnung, für andere schwierig bis sehr schwierig, da man nicht unbedingt vor einer Klasse in einer anderen Sprache sprechen möchte und für wieder andere schon fast langweilig. So hat sich die Klassenlehrperson dazu entschieden einen anderen Weg einzuschlagen und hat die PICTS dazu geholt. Schön, dass wir an unserer Schule zusammenarbeiten, denn so konnte die PICTS, welche vor einer Weile ein neues Gadget einer Lehrperson kennen und mit ihr zusammen eine Anwendungsidee umsetzten durfte, dieses Wissen nun an eine neue Klasse und deren Klassenlehrperson weitergeben.

Vor kurzem hatte die Klasse im Fach Medien und Informatik das Thema «Programmieren» und mit «Scratch» ein eigenes Spiel entwickelt. Scratch wiederum lässt sich mit Makey Makey verbinden, einer kleinen Platine, durch welche sich leitfähige Objekte in Computertasten umwandeln lassen.

Erst wurde den Kindern erklärt, wie Makey Makey funktioniert und dass es einen Stromkreislauf benötigt, welcher geschlossen ist (in der früheren Klasse wurde auch noch praktisch erlebt, was passiert wenn der Kreislauf geschlossen ist, oder nicht und ein wenig damit experimentiert, wozu hier leider die Zeit fehlte). Danach öffneten die Kinder die Seite von Scratch und starteten damit ihre geschriebenen Sätze aufzunehmen.

Weiter mussten die Tasten programmiert und die Kabel an den Makey Makey angeschlossen werden. Da die Kabel nun noch mit einem leitfähigen Objekt mit den einzelnen Räumen auf dem Bild verbunden werden mussten, erhielten die Kinder Rundkopfklammern und Play-Doh-Knete, welche sie an ihrem Bild befestigten und danach mit den Kabeln verbanden. Alles angeschlossen, testeten die Kinder, ob ihr Werk funktioniert.

Nach einer gelungenen Testphase wechselten alle zusammen von Plakat zu Plakat und hörten sich die einzelnen Präsentationen an. Es war sehr schön zu sehen, dass auch Kinder, welche normalerweise einen grossen Respekt vor solchen Situationen und auch Schwierigkeiten damit haben, plötzlich voller Stolz ihre Arbeit präsentierten. Die Klasse hatten Spass an der Aufgabe mit Makey Makey und es schien für alle eine gelungene Erfahrung gewesen zu sein, was will man mehr?!