Begabungs-/Begabtenförderung - BBF
Begabten- und Begabungsförderung (BBF) unterstützt Kinder mit besonderen Begabungen und Talente mit passenden Herausforderungen, Zeit zum Vertiefen und Raum zum Ausprobieren. Ziel ist, die Freude am Lernen zu erhalten, Kreativität zu fördern und Begabungen verantwortungsvoll weiterzuentwickeln – fachlich, sozial und emotional. Zum BBF gehören an unserer Schule der Kniffelclub und die Denkfabrik.
Begabtenförderung in der Schule
Die Förderung umfasst die Unter- und Mittelstufe die Bereiche Sprache, Mathemaik, Naturwissenschaften sowie musische Lerninhalte. In der Regel stehen je 2 Lektionen pro Woche zur Verfügung.
BBF findet während der regulären Schulzeit statt und ist ein ergänzendes Angebot (vgl. https://www.zh.ch/de/bildung/schulen/volksschule/volksschule-besonderer-bildungsbedarf/volksschule-begabtenfoerderung.html ). Die Kinder arbeiten in kleinen Gruppen oder zeitweise individuell an offenen, anspruchsvollen Aufgaben. Sie forschen, planen eigene Projekte und tauschen sich mit anderen interessierten Kindern aus. Die Förderung ist eng mit dem Klassenunterricht abgestimmt, damit es keine Doppelbelastung gibt und Lernziele klar bleiben.
Für die Teilnahme am BBF-Unterricht ist ein Schulisches Standortgespräch (SSG) Voraussetzung. Teilnehmende sind die Eltern und die Klassenlehrperson; je nach Situation wird die Schulische Heilpädagogin/der Schulische Heilpädagoge (SHP) einbezogen und in der Regel, auch das Kind.
Begabungs- und Begabtenförderung zu Hause mit der Familie
Auch zu Hause lässt sich BBF alltagsnah unterstützen: durch neugierige Gespräche und offene Fragen, gemeinsames Lesen und Recherchieren zu Interessen des Kindes, kleine Forschungs‑ und Kreativprojekte mit Haushaltsmaterial, Logik‑ und Knobelaufgaben im Alltag, Mathe im Kochen und Einkaufen, Planen und Umsetzen eigener Vorhaben (z. B. ein Garten‑, Programmier‑ oder Bastelprojekt, Musikunterricht, Sport, Haustiere, Museumsbesuch, uvm.) sowie durch regelmäßige Reflexion darüber, was gut lief und was als Nächstes spannend wäre. Kurze, verlässliche Zeitfenster genügen; wichtig sind Wahlmöglichkeiten, echte Verantwortung in kleinen Schritten und die Freude am Entdecken. So greifen Schule und Elternhaus ineinander und stärken das Kind ganzheitlich.
Ein paar Ideen wie eine schrittweise Förderung aussehen kann
Schnupperangebote anbieten
Kinder wissen oft nicht, wo ihre Begabungen und Interessen liegen und was es alles in der Welt zu entdecken gibt. Dazu ist es hilfreich dem Kind ein breites Spektrum an „Schnupperangeboten“ anzubieten. Auch Interessen von anderen Erwachsenen (Onkel, Tante, Götti, etc.) können das Spektrum von Schnupperangeboten erweitern.
Interessen vertiefen
Bei Interesse an einem Schnupperangebot ist ein weiterer Schritt, das Interesse zu vertiefen und selbst zu erlernen, wie zum Beispiel in einem Verein. Erst dann stellt sich heraus, ob das Hobby für das Kind und sein Umfeld geeignet ist.
Eigenständige Projekte fördern
Nachdem sich ein Kind in ein Interessengebiet eingearbeitet hat, ist ein nächster Schritt ein eigenes, abgeschlossenes Projekt durchzuführen. Anfangs benötigt das Kind noch Unterstützung, später kann es diese selbständig durchführen. Eigenständige Projekte verlangen neben dem eigentlichen Interessengebiet häufig auch anderen Fähigkeiten. Diese Vielschichtigkeit gibt dem Kind besondere Reize, motiviert und fördert die Selbständigkeit.